Typgruppe Opel Kadett B und Opel Olympia A

Diese Typgruppe befasst sich mit der zweiten Kadett-Modellreihe die von Opel nach dem zweiten Weltkrieg gebaut wurde und dem Olympia A. Der Kadett B wurde von 1965 bis 1973 gebaut. Insgesamt wurden in verschiedenen Varianten 2.610.650 Fahrzeuge hergestellt. Die verschiedenen Motorvarianten gingen von 1,1 Liter Hubraum und 33kW /45PS bis zu 1,9 Liter Hubraum und 66kW /90PS. Der Olympia A wurde von 1967 bis 1970 hergestellt. Von diesem Modell wurden insgesamt 80.637 Fahrzeuge gebaut. Der Olympia war in der Technik dem Kadett sehr ähnlich, die Ausstattung war aber höherwertig. Dieses Fahrzeug gab es mit Motoren von 1,1 Liter Hubraum und 44kW /60PS bis zu 1,9 Liter Hubraum und 66kW /90PS. Modell bis Fg.-Nr. 1234067 und Modell ab Fg.-Nr. 1234068 Im Rahmen der permanenten Modellpflege gibt es bei dem Kadett einen besonderen Einschnitt, nämlich mit dem Ende der Werksferien 1967. Die Fahrzeuge, die ab diesem Zeitpunkt vom Fließband liefen, hatten sich optisch (äußerlich vor allem im Heckbereich mit größeren Leuchten (außer Kombi) sowie ein entschärfter Innenraum) und technisch (Hinterachse statt mit Blattfedern nun mit Schraubenfedern, Panhardstab und Längslenkern) merkbar verändert. Das erste Fahrzeug mit diesen Verbesserungen hatte die Fahrgestellnummer 1234068. Im Teilekatalog wird demnach zwischen bis Fg. Nr. 1234067 und ab Fg. Nr. 1234068 unterschieden, kurz: Bis-Modell und Ab-Modell.
Kadett B Galerie

Opel Kadett B-Treffen 1995
Das Modellangebot auf dem deutschen Markt:

Das Modellangebot auf dem deutschen Markt:
Techniktipps

Techniktipps
Carsten Both, Co-Referent für den Opel GT stellt sich vor

Meine Opel-Geschichte beginnt im Sommer 1981 an einer Mindener Tankstelle. Dort stand schon seit Monaten ein originaler monzablauer Opel GT zum Verkauf. Auffallend gut in Schuss, für 9500 DM. Damals sehr viel Geld für einen neun Jahre alten Opel. Die Begegnung an der Tankstelle war der Endpunkt eines jahrelangen Wunsches, endlich solch einen Wagen zu besitzen. Bei der Vorstellung des GT 1968 war ich erst 4 Jahre alt, doch wenig später muss ich mich in die Form des Wagens derart verguckt haben, dass in der Schulzeit der Opel GT das Maß der Dinge war. Sicherlich hatten verschiedene Rekord-Modelle in unserer Familie aus diesen Jahren das Übrige dazu beigetragen. Opel war halt vertraut. Doch zurück zur Tankstelle. Wochenlang bin ich schmachtend dort vorbeigefahren, wobei mit „fahren“ hier Fahrradfahren gemeint ist, denn ich war gerade 17 geworden und nicht einmal mit einem Klasse 5 Führerschein ausgestattet. Es half nur die Flucht nach vorne.
Kaufberatung Opel GT (aus dZ 229)

Kaufberatung Opel GT (aus dZ 229)
THE OPEL GT LIVES!

Opel GT Gruppe 4, aufgebaut von Virgilio Conrero, restauriert von Maurice Van Sevecotte
Radrennklassiker Basel – Kleve

Nach 75 Jahren:
Radsport-Fans lassen Radrennklassiker Basel-Kleve wieder auferstehen
In Frankreich tobt die Tour de France, und rund um Frankfurt kämpfen mehr als 2.000 Teilnehmer des „Ironman 2009“ in windschnittigen Rennanzügen und ultraleichten Helmen am ersten Juli-Sonntag um Platz und Sieg. Ihre Maschinen sind sündhaft teure Hightech-Renner, die mit im Windkanal entwickelten Karbon-Fahrwerken kaum mehr als sieben Kilogramm auf die Waage bringen.Zur gleichen Zeit, abseits der gewaltigen Zuschauermenge, huscht eine kleine Gruppe Rennradfahrer durch das nur wenige Kilometer entfernte Ried. Wieder Hightech-Geräte. Nur fast doppelt so schwer und Hightech von vor 75 Jahren. Es sind Opel-Rennräder allererster Güte. Das Beste und Teuerste, was das Werk auf dem Rennradsektor seinerzeit zu bieten hatte. Und tatsächlich zählten die ZR3-Berufsfahrermodelle zu den erfolgreichsten Rennrädern, die es zwischen 1926 und 1937 zu kaufen gab. Allesamt in gelb-schwarzer Lackierung und mit Felgen aus Buchenholz. Leichte, mit einem Drahtkorb am Lenker befestigte Alutrinkflaschen gehörten ebenso zur Serienausstattung wie die innovativen, automatischen Kettenölvorrichtungen, die sich besonders auf Langstreckenrennen als vorteilhaft erwiesen. Das Schmieröl befindet sich dabei in einem kleinen Tank im Sattelrohr und kann bei Bedarf während der Fahrt auf die Kette geleitet werden. Und dann fallen da noch die alten, übergroßen Sättel ins Auge, die schon beim bloßen Anblick Schmerzen am verlängerten Rücken bereiten. Die Fahrer in gelbschwarzen, mit historischen Schriftzügen bedruckten Renntrikots und mit Radsportmützen, die das Opel-Emblem tragen – genau wie vor 75 Jahren. Die Gruppe absolviert ihr gemeinsames Abschlusstraining, bevor die edlen Renner sorgfältig verpackt nach Weil am Rhein gebracht werden, wo am kommenden Mittwoch der Prolog zum Basel-Kleve-Revival beginnt.
L´Eroica – den alten Heros zum Gedenken

Jedes Jahr Anfang Oktober treffen sich Besitzer historisch/klassischer Rennräder in der Toskana, um an einem Radrennen der besonderen Art teilzunehmen. Was vor 10 Jahren noch als Geheimtipp galt, zählt heute mit fast 3500 Teilnehmern zu d e m europäischen Radsportklassiker schlechthin. Wir waren dort…
Bereits kurz nach unserer denkwürdigen Basel-Kleve-Tour 2009 mit historischen Opel-Rennrädern reifte der Plan zu einem neuen Vorhaben. Ex Rad-Weltmeister Klaus-Peter Thaler hatte uns von der L´Eroica vorgeschwärmt, einem historischen Radrennen in der Toskana, an dem er teilgenommen hatte und das ein einmaliges Erlebnis gewesen sein soll.
Nachdem wir uns die entsprechende Homepage des Veranstalters im Internet angesehen hatten, nahm die Idee Gestalt an. Vier verschiedenen Etappen zwischen 40 und 205 Km standen zur Wahl. Wir entschlossen uns für die 75 Km-Tour. Schon im Winter 2009 hatten wir uns für das Rennen im Oktober 2010 angemeldet und Zimmer reserviert. Bedingung für die Teilnahme war ein Rennrad vor 1987, das weder Klickpedale noch sonstigen Schnickschnack besaß. Schaltung am Unterohr war ebenso obligatorisch wie frei verlegte Bremszüge – so genannte Wäscheleinen. Alfreds Frau hatte ihn zum Geburtstag mit einem entsprechenden Bianchi-Rennrad überrascht, Hans besaß noch sein 70er Jahre Kolbe und Jürgen entschied sich für seinen Opel Flitzer aus dem Jahre 1927.
Das Millionending

Das Millionending
Als OPEL
im Jahre 1927 sein 65jähriges Bestehen feierte, galt das Familienunternehmen als größter Automobilhersteller Deutschlands.
Marken wie Audi, Porsche oder Volkswagen mussten erst noch gegründet werden, BMW hatte gerade erst begonnen Motorräder zu bauen und Ford existierte bis dato nur jenseits des Atlantiks in den Vereinigten Staaten.
Davon, dass die Rüsselsheimer in jenen Jahren nicht nur größte Automobil-Hersteller Deutschlands waren sondern darüber hinaus auch noch größte Fahrrad-Hersteller der Welt (!), zeugt noch heute voller Stolz ein eigens hierzu entworfener Bierkrug.
Nachdem Opel bereits 1923 die Fahrradproduktion nach amerikanischem Vorbild auf Fließbandfertigung umgestellt hatte, schnellten die Produktionszahlen in ungeahnten Höhen. Hatten im Jahre 1920 noch 12.508 Räder das Werk verlassen waren es bereits 1925 mit 156.228 Einheiten mehr als 12 mal so viel.
Nur eine Frage der Zeit also, bis das 1 millionste Fahrrad vom Band lief. Am 21. Juli 1926 ist es dann so weit. Mit einem feierlichen Festakt wird das „Millionending“ der Belegschaft vorgestellt. Ein Herrenmodell mit einem, zur Aufnahme einer großen runden Schrifttafel eigens angefertigten Spezialrahmen. Gut 80 Jahre sollten ins Land gehen bis das, sich noch immer im Werksfundus befindliche, inzwischen schon stark gefledderte Gefährt nun restauriert werden konnte. Lack und Linierung, aber auch Nickel und überhaupt alles noch Originale galt es zu erhalten. Eine behutsame Restaurierung also ganz ohne den zerstörerischen Einsatz von Sandstrahlpistole, Lackabbeizer und Schleifpapier. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Und dass man mit dem Rad auch heute noch prima fahren kann, wurde kürzlich bei der 30 Kilometer VFV-Frühlingsradtour eindrucksvoll bewiesen: