„Einer von Keinath“ – die Geschichte der Firma Keinath

"Einer von Keinath" - die Geschichte der Firma Keinath

Keinath ist ein Phänomen ….
…. und Tanja Blum auch. Es ist ungewöhnlich, dass jemand so fasziniert durch Geschichte, Persönlichkeiten und nicht zuletzt durch die Besonderheit der technischen Lösungen und Karosserieformen zu einer derartigen Dokumentation sich berufen fühlte. Die Autorin muss gefühlt haben, hier bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Platz angekommen, um eine Lücke in der Darstellung der Geschichte des Automobiles schließen zu können.
Wer hätte dies sonst tun können? Tanja Blum hat mit ihrem vertrauensvollen Kontakt zur Witwe Keinath wie auch den vielen Gesprächen mit Zeitzeugen aus der Familie wie auch der Firma Keinath bewiesen, dass es geht, sich einem so komplexen Zusammenhang einer Firmen- und Produktgeschichte zu nähern, zusammenzutragen und letztlich auch in ansprechender Form zu präsentieren…… Kompliment für diese Arbeit. Als Opel-
Historiker ist diese Dokumentation ein präparierter Rohdiamant, den es gilt im passenden Rahmen zu würdigen.
Für mich und damit auch für die Mehrzahl der Leser wird dieses Buch nicht nur ein wertvolles Bilderbuch sein. Es wird ebenso edel seinen Platz im Bücherregal beanspruchen wie die Marke Keinath und ihre Beteiligten bereits ihren Platz in der deutschen Automobilgeschichte eingenommen haben.

Der ASCONA-C und seine Cabrios

Der ASCONA-C und seine Cabrios

Im Jahr 1985 übernahm Hammond & Thiede die finanziell angeschlagene Firma VOLL mit Herrn Michael Thiede an der Spitze. Bis 1988 verließen 2873 (einschl. Rechtslenker VAUXHALL-CHEVALLIER für GB) die Werkshallen in Würzburg.
Die Cabrio-Umbauten in Würzburg verliefen im Taktstraßensystem mit den vorgefertigten cabriospeziefischen Bauelementen wesentlich effektiver als die manufakturativen Arbeiten bei Keinath in Dettingen. Somit betrug der Aufpreis für den Umbau in Würzburg „nur“ etwas über 12.000 DM und der Einstiegspreis lag somit bei ca. 26.000 DM . Dieser gegenüber den KC-3 Modellen wesentlich günstigere Preis ist auch auf den Verzicht handgefertigter Lederbezüge und dem elektrischen Verdeck zurückzuführen. Ein kleiner Luxus, in Form eines textilen Innenhimmels konnte sich der Kunde in Würzburg für 400 DM gönnen. Aus heutiger Sicht sollte jedoch bedacht werden, dass man im Jahr 1984 für ca. 12.000 DM auch einen fabrikneuen CORSA-A beim Opel-Händler in Empfang nehmen konnte. Also war auch ein Hammond & Thiede Cabrio für interessierte Normalverdiener nicht gerade ein Sonderangebot. Interesssant ist auch, dass parallel zum Ascona-Cabrio auch einige Toyota-Celicia in Würzburg zum Cabrio umgebaut wurden. Die durch den Cabriobau 1985 von Hammond & Thiede gerettete Würzburger Firma VOLL konnte mit Auslauf der Ascona-Produktion keine Gewinne mehr erwirtschaften und musste nach einigen missglückten Umorientierungen im Jahr 1992 Konkurs anmelden. Die Firma Keinath etablierte sich nach Auslauf der Ascona-Produktion zum eigenständigen Automobilhersteller. Mit der Technik des Opel MV6 stellte Horst Keinath einen Sportwagen auf die Räder welcher sich in seinen Stilelementen stark an den „Ur-GT“ lehnte. Es handelte sich um einen zweisitzigen Roadster mit einem manuell vollversenkbaren Hardtop. 20 Einheiten hatte Horst Keinath jährlich geplant, doch es entstanden insgesamt nur 38 Exemplare. Seinen absoluten Traum erfüllte sich Horst Keinath mit dem Keinath GT/C und dem GT/R welche 2001 in Frankfurt und 2002 in Genf Aufsehen erregten. Auch Lili Bertone, die Witwe von Nucio Bertone (Zeitzeugen berichteten) war in Genf vom Keinath GT/R stark beeindruckt.Leider entstand von beiden Fahrzeugen nur jeweils ein Exemplar. Beide Prototypen befinden sich heute im Fundus eines Zulieferers der Automobilindustrie.Ob Horst Keinath sich mit der Verwirklichung seines Lebenstraumes „übernommen“ hat soll hier nicht erörtert werden. Im Jahr 2003 endete die Existenz des Unternehmens „Keinath-Automobilbau“. Aus heutiger Sicht ist es der „Manufaktur“ in Dettingen als auch dem „Serienproduzenten“ in Würzburg gelungen mit dem Ascona-Cabrio ein Fahrzeug mit „Hinguck-Faktor“ auf die Räder zu stellen. Fast alle noch vorhandenen Ascona-Cabrios befinden sich heute in Liebhaberhänden, werden gehegt und gepflegt, und wechseln nur sehr selten ihren Besitzer. Der durch den geschickt konstruierten Verdeckmechanismus in beiden Varianten geringe Platzverlust im Kofferraum macht diese Autos, zumindest in der Sommerzeit, zum alltagstauglichen Automobil mit Spaßfaktor bei Sonnenschein, und bei der Urlaubsreise in den Süden ist auch reichlich Gepäck kein Problem. Beim Kauf eines Keinath KC3 oder eines Ascona H & T Cabrios sollte der Karosserie besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Alle Ascona-C-typischen Roststellen wie hintere Radläufe, hintere Rahmenteile, Schweller und A-Säulen sind unbedingt genau zu begutachten. In Würzburg wurden die für das Cabrio erforderlichen Verstärkungen im Fahrzeuinneren eingebaut, so dass diese meist nicht angegriffen sind und der äußere Rostbefall offensichtlich ist und die Schweißarbeiten mit noch erhältlichen Serienteilen relativ leicht erledigt werden können. Bei Keinath wurde ein Großteil der Cabrioverstärkungen mit von Hand gefertigten Teilen im Außenbereich aufgeschweißt (z.B. Schweller und A-Säulen).

1981 erschien der Ascona C

1981 erschien der Ascona C

Es war kein leichtes Erbe, das der Ascona C antreten musste, denn sein Vorgänger war eine feste Größe in einer Wagenklasse, wo Heckantrieb das Maß aller Dinge war. Der neue hatte nämlich nun Frontantrieb, wie schon sein kleiner Bruder der Kadett D. Statt mit dem Ford Taunus oder dem Fiat 131 konkurrierte der neue Ascona C nun eher mit dem Audi 80, dem VW Passat und vielen anderen Modellen europäischer und fernöstlicher Hersteller um die Gunst der Käufer. Die quer eingebaute Antriebseinheit war dabei das Geheimnis seiner hervorragenden Raumökonomie und beinahe ein Alleinstellungsmerkmal in der Mittelklasse.

Ascona C – Typologie

Ascona C - Typologie

Hier soll ein grober Überblick über das Angebot auf dem deutschen Markt geboten werden. Im Export wich das Angebot teilweise ab. Die verschiedenen Modelle des Ascona C unterscheiden sich nach Jahrgang, Karosserieversion, Ausstattungsmodell und Motorisierung

Ascona C – Technik

Technik Ascona C

Alle Motoren des Ascona C sind wassergekühlte 4-Zylinder 4-Takt OHC-Motoren mit Grauguss-Block und einem Zylinderkopf aus Aluminium. Zu jeder Zeit standen für den Ascona C mehrere Motorversionen zur Wahl. Die 1,3-Liter-Motoren waren vom Vorgänger und vom Kadett D bekannt, die 1,6-Liter-Motoren waren neu, eine Weiterentwicklung des 1,3-Liters mit größerem Zylinderabstand. Man spricht bei diesen beiden Grundtypen des OHC-Motor-blocks von Familie 1 und Familie 2, die Szene sagt auch „Smallblock und Bigblock“. Beide Grundtypen erschienen im Laufe der Jahre in mehreren Hubraumversionen. Der kleine Block wurde mit 1,3 und 1,6 Liter, der große mit 1,6 , 1,8 und 2,0 Liter angeboten. Bei den 1,6-Liter-Motoren muss man also unbedingt zwischen Familie 1 und Familie 2 unterscheiden, denn es gibt analog dazu Unterschiede bei den Getrieben, Antriebswellen, Feder-beinen und natürlich bei den Bauteilen des Motors selbst.

13. Fronttrieblertreffen 2018 vom 17. – 19. August im Westerwald

Das diesjährige Alt-Opel Fronttrieblertreffen fand vom 17. – 19. August 2018 in Ransbach-Baumbach im schönen Westerwald statt und wurde von Andreas und Melanie Spang ausgerichtet. Schon am Freitag wurden wir mit tollem Reisewetter und milden Temperaturen belohnt. Gegen 17 Uhr trafen die ersten Teilnehmer in Ransbach-Baumbach ein.

Insgesamt wurden 32 Teilnehmer plus 6 Kinder mit 17 Fahrzeugen (5 Kadett D, 3 Kadett E, 4 Ascona C, 2 Calibra, 1 Astra G Cabrio, 1 Astra H Caravan sowie 1 Senator A) gezählt. Nach dem Kennenlernen und Wiedersehen und einer kurzen Begrüßung überreichte Andreas ein schönes Blechschild mit Startnummer für jedes Fahrzeug. Bei Westerwälder Spezialitäten (besonders der schmackhafte Aschenbraten fand reges Interesse) und kühlen Getränken genossen wir gut gelaunt den schönen Sommerabend, der mit interessanten Benzingesprächen ausklang.

Am Samstag starteten wir mit einem ausgiebigen Frühstück. Vor Beginn der Ausfahrt verteilten Andreas und Melanie die Roadbooks und gaben einige kurze Erläuterungen über die anstehende Ausfahrt. Als kleines Andenken hatte Klaus Crößmann ein dekoratives Schild organisiert, auf dem sich alle Teilnehmer verewigten.

Auf abwechslungsreichen Nebenstraßen führte uns die Route dann durch den Westerwald. Es ist immer wieder erstaunlich, welch landschaftlich tolle Gegenden abseits der großen Autobahnmagistralen zur Entdeckung einladen. Während der Ausfahrt gab es zwei Sonderprüfungen, bei denen die Teams ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen konnten.

Gegen Mittag besichtigten wir in Steinebach das Besucherbergwerk „Grube Bindweide“. In einem Grubenzug fuhren wir unter Tage und lernten viel über die harten Arbeitsbedingungen der Bergleute. Im selben Ort wartete das Westerwald-Museum mit angegliedertem Restaurationsbetrieb für BMW-Motorräder auf uns, dort machten wir Rast bei Kaffee und Kuchen. Anschließend folgte ein Rundgang durch die Museumsräume. Auch hier mussten die Teams knifflige Fragen zum Museum beantworten und ein Schätzfrage lösen.

Am Abend trafen wir uns in Ransbach-Baumbach zum „Flatrate-Flammkuchenessen“. Nachdem man sich durch die vielseitige Karte probiert hatte, fand die Siegerehrung für die Sonderprüfungen während der Ausfahrt und im Westerwald-Museum statt – den ersten Preis machte das Team Kraft/Riedel im Ascona C! Der Abend endete dann lange nach Sonnenuntergang und mit Westerwälder Bier im Garten von Andreas und Melanie.

Am Sonntag fuhren wir nach dem Frühstück nach Grenzau, um einen Kunst- und Handwerkermarkt zu besichtigen. Der Westerwald ist weithin bekannt für seine handwerkliche Töpferkunst. Nach dem Mittagessen fiel den Teilnehmern der Abschied erkennbar schwer. Am frühen Nachmittag traten dann alle die Heimreise an.

An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Andreas und Melanie für ein tolles Alt-Opel Wochenende!

Bericht: Typgruppentreffen Alt-Opel-Fronttriebler vom 21.-23.08.2015 im Raum Aachen

Fronttriebler vom 21.-23.08.2015

Für die Besitzer und Liebhaber der Opel-Fronttriebler ist das jährlich an wechselnden Orten stattfindende Typgruppentreffen mittlerweile ein fester Bestandteil des Alt-Opel-Terminkalenders.

So ist es nicht verwunderlich, dass sich zum 10-jährigen Jubiläum erneut ein bunter Strauß an frontgetriebenen Alt-Opel-Fahrzeugen im Raum Aachen zusammengefunden hat.

Die ersten Teilnehmer trafen sich bereits Freitagabend zum Kennenlernen und Wiedersehen in der Gaststätte „Zum Treppchen“. Der Samstag begann mit einer großen Fahrzeugaufstellung am Industriemuseum „Zinkhütter Hof“ in Stolberg. Rainer Lauter und sein Organisationsteam konnten bei prächtigem Sommerwetter 6 Ascona C, 5 Kadett E, 4 Kadett D, jeweils einen Calibra und Tigra A sowie viele weitere Opel-Fronttriebler begrüßen. Weiterhin kamen die Fahrer von 4 Manta A und B, diversen heckgetriebenen Kadetten, einem Rekord C sowie einem Olympia A dazu.

Nach einer kurzweiligen Ansprache von Rainer und der Ausgabe der Fahrtunterlagen besuchten die Teilnehmer zunächst eine sehenswerte private Oldtimersammlung, die neben diversen Alt-Opel-Modellen auch einige seltene Mazda mit Wankel-Motor sowie einen NSU Ro 80 beinhaltete.

Anschließend führte uns die Ausfahrt auf wunderschönen Nebenstraßen zum Rursee, einer attraktiven Naherholungsregion im Dreiländereck Deutschland, Belgien und Niederlande. Dort genossen wir bei Kaffee und Kuchen den schönen Blick auf den Rursee, bevor wir auf sehr reizvollen Eifelstraßen den Weg zurück nach Stolberg unter die Räder nahmen. Dort trafen wir uns zum gemütlichen Abendessen, an welches sich angeregte Benzingespräche bis in den späten Abend anschlossen.

Die Teilnehmer, die erst am Sonntag die Heinreise antraten, trafen sich Sonntagmorgen zum ausgiebigen Brunch. Mit dem Besuch der „Schrauber-Vitrine“, die eine sehr beeindruckende Sammlung französischer Oldtimer (Citroen 2CV, DS, Renault R4, Peugeot 504 und viele andere) beinhaltete, klang das Treffen dann gemütlich aus.

Unser herzlicher Dank gilt Rainer Lauter und seinem engagierten Team für die Organisation und Durchführung dieses wunderschönen Fronttrieblertreffen. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht!

Fronttriebler- Treffen 2013

Fronttriebler- Treffen 2013

Ich liebe Rosamunde- Pilcher- Filme. Die Handlung ist zwar eher schlicht, aber mich faszinieren die Landschaft und die alten Autos, die dort „mitspielen“.
Für mich als Aachener liegt eine ähnliche Landschaft direkt vor der Tür, nämlich das Dreiländereck Belgien, Deutschland, Niederlande.
Hierhin lud ich die Alt- Opel- Freunde der Fronttriebler- Typgruppe ein. Ca. 25 Personen mit ca. 20 Fahrzeugen folgten der Einladung in den „Zinkhütter Hof“ in Stolberg bei Aachen.
Einige Kadett D und Kadett E waren zu bewundern. Einige Ascona C, auch ein seltenes Cabrio vervollständigten das Bild. Gegenpole bildeten ein seltener Corsa A TR und ein Calibra VG.

Auf dem Platz fanden sich noch zwei schöne Kadett B und ein Kadett Aero ein. Die neuesten interessanten Modelle waren ein Astra G Coupé und ein Astra G Cabrio. Um den heutigen Stand der Technik zu verdeutlichen, reihte sich auch ein Astra J ein.
Nach einer interessanten Führung durch das „Minichamps-Museum“ in Aachen führte die Ausfahrt die Gruppe bei leider grauem Wetter durch das Grenzgebiet bei Aachen. Wir konnten trotzdem die eindrucksvolle Landschaft genießen.
Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken in Sippenaeken – leider nicht auf der Terrasse mit schönem Ausblick – war das nächste Ziel das kleine Örtchen Clermont. Von hier aus fuhren wir über die Landstraße mit toller Aussicht nach Aachen-Eilendorf, um dort ein gemeinsames Abendessen einzunehmen.
Mir hat das Treffen sehr gut gefallen. Ich danke allen Teilnehmern, die aus vielen Ecken Deutschlands nach Aachen gekommen sind, für das Engagement für die Fronttriebler-Typgruppen. Vielen Dank auch an alle Helferinnen und Helfer, die dieses Treffen möglich machten.

ALT-OPEL Fronttriebler-Typgruppentreffen am 23. Juni 2012

Fronttriebler-Typgruppentreffen am 23. Juni 2012

Die Organisation des Treffens wurde von Klaus Crößmann übernommen. Treffpunkt war der Parkplatz Burg Frankenstein in
64367 Mühltal.
Schon um kurz nach 09:00 Uhr trafen die ersten Teilnehmer auf dem Parkplatz vor
Burg Frankenstein ein und wurden von Klaus Crößmann begrüßt.
Auch in diesem Jahr war wieder ein ab- wechslungsreicher, bunter Strauß der verschiedenen Alt-Opel Fronttriebler Baureihen zusammengekommen. Das älteste Fahrzeug war ein Kadett D, das jüngste ein Astra H Caravan.