Der Panzer

Der Panzer

1982 holten Walter Röhrl und Christian Geistdörfer mit dem Ascona 400 für Opel den Rallye-WM-Titel. Dabei war das Auto technisch schon nicht mehr auf der Höhe der Zeit, die Konkurrenz setzte bereits auf Allradantrieb. Doch der Ascona war vor allem eins: stabil. Wie ein Panzer, ein Begriff, den Röhrl geprägt hat.
Die Vorgeschichte…
…beginnt nicht im hessischen Rüsselsheim, sondern in Skandinavien, wo der Rallyesport einen besonders hohen Stellenwert genießt. Bereits 1964 gründeten Opel-Händler das GM-Nordiska-Team, geführt von Ragnar Eklund. Nur zwei Jahre später gelang Lillebror Nasenius der erste Titel, er wurde auf einem Rekord 1900 Europameister bei den seriennahen Fahrzeugen.

Drei Entwicklungen bei Opel bereiteten den Boden für die Rückkehr in den Motorsport: einmal das Konzept des leichten, handlichen Kadett, dann der neue CIH-Motor im Rekord, und schließlich das Baukastensystem, das den CIH ins Gehäuse des kompakten Kadett B, aber auch den Sechszylinder-CIH in den Commodore brachte. Zuvor waren Sechszylinder den großen Kapitänen vorbehalten. Der von Nasenius errungene Titel blieb kein Einzelfall, Opel geigten plötzlich in gleich mehreren Klassen auf, was die Verkaufszahlen der Basisgeräte wie Kadett B Rallye, Rekord Sprint und Commodore GS beflügelte. Mehr Teilnehmer, mehr Erfolge – ein Prinzip, das schon Abarth und lange zuvor Bugatti erkannt hatten, aber Opel setzte es

Ascona C – Technik

Technik Ascona C

Alle Motoren des Ascona C sind wassergekühlte 4-Zylinder 4-Takt OHC-Motoren mit Grauguss-Block und einem Zylinderkopf aus Aluminium. Zu jeder Zeit standen für den Ascona C mehrere Motorversionen zur Wahl. Die 1,3-Liter-Motoren waren vom Vorgänger und vom Kadett D bekannt, die 1,6-Liter-Motoren waren neu, eine Weiterentwicklung des 1,3-Liters mit größerem Zylinderabstand. Man spricht bei diesen beiden Grundtypen des OHC-Motor-blocks von Familie 1 und Familie 2, die Szene sagt auch „Smallblock und Bigblock“. Beide Grundtypen erschienen im Laufe der Jahre in mehreren Hubraumversionen. Der kleine Block wurde mit 1,3 und 1,6 Liter, der große mit 1,6 , 1,8 und 2,0 Liter angeboten. Bei den 1,6-Liter-Motoren muss man also unbedingt zwischen Familie 1 und Familie 2 unterscheiden, denn es gibt analog dazu Unterschiede bei den Getrieben, Antriebswellen, Feder-beinen und natürlich bei den Bauteilen des Motors selbst.