Nun liegt sie also hinter uns – die erste Auflage der Retro Classic Essen.
Nach den Messestandorten Stuttgart und Nürnberg ist die Metropole im Ruhrgebiet der nunmehr dritte Austragungsort der Retro Messen GmbH. Sie löst fortan die Techno Classica an dieser Stelle und an diesem Frühjahrstermin ab.
Traditionsgemäß ist die Alt-Opel IG dort seit den frühen 1990er Jahren vertreten, oftmals in Kooperation mit der Classic-Abteilung von Opel in Rüsselsheim. Unser eingespieltes und erfahrenes Messeteam ist übrigens in diesem Jahr seit 20 Jahren im Einsatz!
So konnten wir also auch diesmal gemeinsam mit Leif Rohwedder von Opel Classic in die Planung gehen, um die Jubiläen „60 Jahre Opel Rekord-C“, „40 Jahre Opel Omega-A“ sowie „30 Jahre DTM/ITC Championat“ zu präsentieren.
Gemeinsam konnten wir durch die Unterstützung unseres Freundes Thomas Plehn von der ausrichtenden Retro Messen GmbH über eine besonders schöne Standfläche in der „Clubarena“ in Halle 5 verfügen, die wir repräsentativ als Opel-Werksstand, gleichzeitig auch einladend als Alt-Opel-IG-Clubstand ausstatten konnten.
Gemeinsam sorgten wir auch für die passenden Exponate von Rekord-C (als zweitürige Limousine unseres Mitglieds Martin Lucas, als Sprint-Coupé und „schwarze Witwe“ aus Werksbesitz), von Omega-A (als „3000-24V“ unseres Mitglieds Holger Classen, als „CarAVan 24V“ und originaler DTM-Rennwagen unseres Typreferenten Michael Bartsch sowie als „Auto des Jahres 1987 – Showcar“ aus Werksbesitz), sowie dem originalen „Cliff-Calibra“ von Opel Classic, mit dem Manuel Reuter die DTM/ITC-Saison 1996 dominierte. Drei neue Opelmodelle von Astra, Mokka sowie Corsa-E-Rallye komplettierten unseren Messestand.




In der Nachbarschaft waren wieder unsere Freunde anderer Opelclubs bzw. dem Bitter Club International angesiedelt.
Nach wie vor läuft die Messe in Essen von Mittwoch bis Sonntag über fünf Tage, alle Hallen waren (mit einigen Lücken) belegt. Anders als zu Techno-Classica-Zeiten hatte ich den Eindruck, dass wir nun wieder näher am Alt-Opel-Liebhaber waren. Wir hatten über alle Tage viele tolle Gespräche mit vielen netten Menschen, überraschenderweise auch zahlreichen Jüngeren Die Besucherfrequenz wuchs an allen Tagen zum frühen Nachmittag an, darf sich in den kommenden Jahren gerne weiterentwickeln.






Die Retro Classic scheint etwas volkstümlicher zu sein als die Techno-Classica in den letzten Jahren. Das soll aber nicht heißen, dass die Liebhaber und Käufer millionenschwerer Ferrari, Bentley und Co. nicht auch auf ihre Kosten gekommen wären.
Die im Vorfeld oft gehörte Frage, ob es die Retro-Messegesellschaft schafft, auch dieses Spektrum zu präsentieren, darf also auch bejaht werden.
Alles toll also? Jein!
Bei der ersten Auflage hat man nun erst mal ordentlich geliefert, jetzt sollten (so meine persönliche Meinung) diverse Stellschrauben justiert werden, vom Eintrittspreis bis hin zum Branchenmix.
Eine hervorragende Analyse der Retro Classic Essen im Speziellen und der Oldtimer-Messelandschaft im Allgemeinen ist als Facebook-Kommentar bei Jan Hennen, Vorstand Kommunikation des Deuvet, nachzulesen.
Übrigens – die Techno-Classica findet mit dem Zusatz „Salon“ in diesem Jahr einige Kilometer von Essen entfernt, Ende September in Dortmund statt. Wir sind gespannt!
Heiner Schnorrenberg