Eine Inszenierung, die lange gespielt wurde und jetzt wieder auf dem Spielplan steht, nennt man in Theater- und Opernkreisen eine Wiederaufnahme. Gelegentlich sind diese Produktionen etwas angepasst oder weniger aufwändig.
So kann man auch die diesjährige Techno Classica betrachten, oder besser den Techno Classica Salon, der statt in Essen erstmalig in Dortmund veranstaltet wurde.
Durch den kleinen Zusatz „Salon“ konnte die SIHA als Veranstalter etwaige Kritik an den Besucherzahlen oder der Anzahl der Aussteller entschärfen. Schon mal im Voraus: Das Konzept war ein Erfolg! Janine Franssen, die Geschäftsführerin der SIHA und Projektleiterin des Techno Classica Salon, war mit der Premiere sehr zufrieden. Die Kombination aus neuem Standort, neuem Termin und dem Konzept, das stärker auf Kommunikation setzt, wurde von der Branche positiv aufgenommen.



In sechs Hallen waren Aussteller „aus nahezu allen Ländern Europas“ (O-Ton Janine Franssen) vertreten. Obwohl viele Clubs anwesend waren, war der Aufwand, den sie für ihre Stände betrieben haben, erkennbar reduziert. Im Vergleich zur Retro Classics in Essen, die im April das Zeitfenster der alten Techno Classica übernommen hatte, gab es jedoch keine Freiflächen, die kaschiert werden mussten. Obwohl es noch keine offiziellen Besucherzahlen gibt, wirkte die Messe wie eine gut besuchte, aber nicht überfüllte Veranstaltung. Das Wichtigste jedoch: Jeder, den man befragte – Händler, Clubs und Besucher – bewertete die Stimmung insgesamt sehr gut.
Mit dem „Future Classics Award“ und mehreren Carwalks auf der Bühne in Halle 8 wurden zudem auch jüngere „Carmaniacs“ (um im Bild zu bleiben) abgeholt und die Social-Media-Kanäle bespielt.






Die Alt-Opel IG war dieses Mal zusammen mit Opel Classic mit einem großen Stand vertreten. Das Thema „sportliche Opel“ war mit dem Kadett D GT/E, Speedster, Manta B GSi, Rekord A Coupé und dem Rennwagen von 1902 aus der Opel-Sammlung hervorragend vertreten. Weitere Highlights waren der Opel Combo „Eau Rouge“ von Opel Classic der den Standhelfern als „Bagagewagen“ diente und der Irmscher Senator 4.0. Ein unrestaurierter, originaler Kadett B Rallye aus 1967 (über den in Kürze noch mehr berichtet wird) sowie zwei Ascona C Cabriolets und ein Astra G Turbo Cabriolet komplettierten den Auftritt. Der Senator war zusammen mit dem Speedster und dem Rallye Kadett einer der stärksten Besuchermagnete.






Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die SIHA mit ihrem neuen Konzept auf dem richtigen Weg ist. Ein paar Stellschrauben müssten die Veranstalter und die Messe Dortmund vielleicht noch nachjustieren (Wegweiser zum Beispiel).
Ein Termin Ende September scheint sich als gute Wahl zu erweisen. Die Veranstalter berichten, dass es bereits viele Zusagen für die nächste Ausgabe gibt – darunter auch von Ausstellern, die 2026 nicht dabei waren.
Die nächste Ausgabe soll laut SIHA vom 23. bis zum 26. September 2027 stattfinden. Wir würden uns freuen!
Bilder: Matthias Göbel, Ben de Wilde