Dass manche Gebiete in Deutschland sichtbar durch ihre vulkanische Vergangenheit geprägt sind, ist in der Eifel eindrucksvoll zu erleben. Vom Laacher See bis an die belgische Grenze sind unzählige Vulkankegel und Maare erkennbar. Aus geologischer Sicht alle noch ziemlich jung. Mittendrin wohnt Michael Luxemburger *5576, der für den Stammtisch Rheinland Koblenz eine Ausfahrt in dieses Gebiet vorbereitet hatte. So trafen wir uns am 27. September bei schönstem Ausflugswetter in Laubach zum Start durch die Vulkaneifel.

Unterstützt durch eine genaue Streckenvorgabe mit Chinesenzeichen ging es gemeinsam über interessante Nebenstrecken und kleine (unbekannte) Ortschaften nach Strohn zum Vulkanhaus. Dort befindet sich eine lehrreiche und anschauliche Ausstellung zu allem, was mit Vulkanen zu tun hat, verbunden mit einem gemütlichen Café und Restaurant. In der Ausstellung ging es dann auch gleich zur Sache, denn Michael hatte einen Geologen für eine Führung gebucht. Dieser erklärte nicht nur anschaulich die Vulkantätigkeit in der Eifel, sondern ging mit seiner humorvollen Art auch gerne auf Bemerkungen der Zuhörer ein. Höhepunkt der Ausstellung ist eine Wand aus erkalteter Lava, die mit einem Kran Stück für Stück in das Gebäude gehoben wurde. Nach so viel wissenschaftlicher Information war ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft angesagt. Der Weg führte uns zu der nur wenige hundert Meter entfernten „Lavabombe“. Dabei handelt es sich um eine 120 Tonnen schwere Basaltkugel, die in einem Lavabruch gefunden und hierher geschleppt wurde.

Weiter über wenig befahrene Landstraßen ging es in der Umgebung von Daun zum Weinfelder Maar, auch Totenmaar genannt. Strengstes Badeverbot kennzeichnet die Gefährlichkeit des Gewässers. Bei einem Spaziergang rund um das Maar ging es auch zu einem Aussichtspunkt, von dem aus das tiefer gelegene Schalkenmehrener Maar zu sehen ist. Hier ist Baden erlaubt, aber keiner von uns hatte Schwimmsachen dabei! Die hügelige Landschaft und das tolle Wetter prägten unsere Weiterfahrt in Richtung Ulmen zu einem Restaurant am Jungferweiher. Dieser ist durch einen Bach mit dem nahe gelegenen Ulmener Maar verbunden. Alles in einer wunderschönen Gegend, in der es jede Menge zu entdecken gibt und der Nürburgring fast nur einen Steinwurf weit entfernt ist. Den Fußmarsch zum Ulmener Maarstollen und zum Aussichtspunkt haben wir uns für das nächste Mal aufgehoben. Danke an Michael und Monika für die Organisation dieser sehr schönen Tour.

Stefan Müller *0640
Leiter Stammtisch Rheinland Koblenz

Suche

Hier können Sie die gesamte Webseite durchsuchen: