Diesmal hat die Organisation wieder unser Rudi Engelberger übernommen – wie eh und je in altbewährter Manier und mit Unterstützung von unserem „Rasenden Reporter“ Franz Schwehla. Somit sind die „Rallye-Twins“ wieder vereint!


Bei bestem Spätsommerwetter starteten 37 Opel Klassiker von Lanzenkirchen in die Bucklige Welt.
Die malerische und teils recht anspruchsvolle Strecke führte uns entlang der Wehrkirchenstraße. Gleich 18 Wehrkirchen finden sich dort auf engem Raum! Mit dem Fall von Konstantinopel und dem Vorrücken der Osmanen im 15. Jahrhundert stieg die Gefahr von Überfällen. Wuchtige, gut befestigte Kirchen aus Stein sollten Schutz vor Feuerangriffen bieten, da die Bauernhäuser fast durchwegs aus Holz gebaut waren.






In Lichtenegg steht eine der wenigen fast vollständig erhaltenen Wehrkirchen und die Anlage in Wiesmath
besaß als einzige einen zusätzlichen Viehhof.
Während der Mittagsrast war ein wenig Zeit, die Autos zu begutachten: vom Rekord 1956 bis zum Calibra 1996 spannte sich der Bogen! Etliche Teilnehmer waren zum ersten Mal dabei und so gabs einiges zu bestaunen und zu besprechen.
Nächster Programmpunkt war das Dorfmuseum Krumbach. Eine kleine, aber feine Anlage, eine Führung von kundiger Hand ließ uns eintauchen ins 16. Jahrhundert.
Der Rundweg begann im Bürgerspital, erbaut 1571 von Erasmus von Puchheim, führte uns dann in einen Schüttboden, eine Mühle, ein Wohnspeicherhaus und in ein original eingerichtetes Wohnhaus mit Rauchkuchl, Werkstatt und Handarbeitszimmer. Alle Gebäude wurden fachgerecht in der Region abgebaut und im Museumsdorf wieder errichtet. Die Einrichtung ist original und die zeittypischen Alltagsgegenstände liebevoll
arrangiert. Das Wohnspeicherhaus aus dem frühen 16. Jahrhundert war sogar noch bis 1949 bewohnt!

In Thernberg ließen wir im Landgasthof Thaler den Tag ausklingen und hatten noch viel Spaß mit Anekdoten
rund um unsere gemeinsame Leidenschaft!
Gerhard Stambera
Vorstand AOFVA