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Titelbild 249

Das Titelfoto…
...ist von Ben de Wilde. Der hat Reinhard Wiens und seine (Bens) Frau Henriette sozusagen „inflagranti“ erwischt! Auf der freitäglichen Ausfahrt anlässlich des Jahrestreffens in Ebern.
Das Automobil ist Reinhards Opel Landaulet von 1909, Typ 6/14 (also damals Steuerklasse 6 mit 14 PS).

Außerdem in Heft 249: 

 

Intern:

ALT-OPEL IG SCHWEIZ: Braucht man die Vereinsform?
von Mattia *782 und Adam Ferrari *3564

The Great "Classic American Roed Trip" - celebrate the 50th Anniversary of the Opel GT
von Olaf Moldzen *1920


Technik:

Saubere Sache - Ceramic- Beläge von ATE
von Dieter Budke *3073


Unterwegs:

GT-Treffen in Verona
von Franz Angerer * 4691

Oldtimermesse Tulln - 30 Jahre AOFVA!
von Gerhard Stambera *2051

 

 

Auf die Homepage übernommene Themen:

 

Jahrestreffen 2018 in Ebern
von Matthias M. Göbel *4352


Görlitz/Zgorzelec 2019

von Frank Rusch *3102

OCCF 30 Jahre - Treffen in Colmar

Mattia Ferrari *782


Eine Liebeserklärung an mein Baby

Jennifer Panz *4801

Rolfis Bastelstunde

Rolf Neumann *3991

Fränkische Gelassenheit - 47. internationales Jahrestreffen in Ebern

startbild_800


Auch das diesjährige Jahrestreffen in Ebern war mit rund 420 Fahrzeugen und 600 Teilnehmern wieder ein perfekter Start in die Saison.



Mittwoch

Schon die Anreise zum Jahrestreffen war in diesem Jahr anders als in den vergangenen Jahren. Hatte ich seit Speyer 2015 in jedem Jahr unseren langjährigen Redakteur Stefan Heins als Beifahrer und Begleiter, so war ich diesmal nach Ebern allein unterwegs. Noch dazu war es die erste längere Strecke mit meinem neu erworbenen und gerade frisch durchreparierten Astra G Cabriolet von 2001 (Die durchaus abenteuerliche Geschichte dieses Kaufes gibt’s im nächsten Heft). Also ging es am Mittwochmittag auf die knapp 400 km lange Reise nach Unterfranken. Sowohl die A44 als auch die A7 waren, bis auf einen kleinen, baustellenbedingten Stau um Kassel herum, fast frei. Immer einen Blick auf den Kontrollleuchten und ein Ohr am Motor, wurde die Fahrt dann trotz fehlender Begleitung nicht langweilig.

Das Hotel „Zur alten Kaserne“ hat eine interessante Geschichte. Wie der Name vermuten lässt, ist es Teil der ehemaligen Balthasar-Neumann Kaserne, die 2004 nach 42 Jahren aufgegeben wurde. Nachdem die Stadt Ebern das Gelände inklusive der Gebäude erworben hatte und Pläne ein Verkehrssicherheitszentrum zu errichten nicht zustande kamen, wurde hier ein Gewerbepark eingerichtet, zu dem, seit 2011 auch das Hotel mit 60 Betten gehört. Diese Vergangenheit gibt dem Hotel einen ganz eigenen Charme; es kann die Kaserne nicht wirklich verleugnen und nicht wenige der dort untergebrachten Teilnehmer fühlten sich an Ihren Wehrdienst erinnert. Dass die Garnison ausgerechnet den Namen des großen Rokokobaumeisters Neumann trug, ist angesichts der typischen Militärarchitektur der Nachkriegszeit nicht ohne eine gewisse Ironie.

Das Einchecken gestaltete sich dann wieder eher „traditionell“: „Hmm, Matthias Göbel?“…“Ja, es gibt den Namen zweimal.“…“Hatten wir telefoniert?“…“Nein, das war der Matthias Goebel, der mir „oe“!“….“Ohje, dann muss ich mal gucken, wo ich Sie unterbringe…“. Letztlich fand man dann schnell eine Lösung, und das Zimmer konnte bezogen werden. Den späten Nachmittag verbringe ich mit einer ersten kleinen Erkundung des 29 Hektar großen Geländes. Beim Verlassen des Hotels begegne ich Matthias Goebel (dem mit „oe“). Ein kurzer Austausch zum Thema Einchecken, sorgt spontan für gute Laune. Ein Abendessen mit Bitters und Henriette und Ben de Wilde in deren Hotel im Ort, es gibt saisongemäß frischen Spargel, verleiht dem Anreisetag einen entspannten Abschluss. Bei der Rückkehr ins Hotel wage ich noch einen kurzen Besuch in der hoteleigenen Gastronomie, in der Hoffnung, noch andere bereits angereiste Teilnehmer zu treffen, doch das Restaurant „Zum Stad´l“ ist bereits geschlossen.

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Das Kasernengelände aus der Luft
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Der Platz füllt sich
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Ascona C mit Eriba Touring
nach der Anmeldung

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Markenfremd aber dennoch passend:

Peugeot 404 von Marc Schaefer

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Blick über den Parkplatz

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Alt und neu: 4 PS und Ober-

klasse der 50er und 60er Jahre

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
die 70er: vom Commodore A

Coupé zum Rekord E

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Vorkriegsparade

Donnerstag

„Was willst du mit dem Kübel hier?“ Die Begrüßung durch Stephan Güthlein bei der Einfahrt auf den Sammelplatz ist fränkisch herzlich. Nach meinem knappen Hinweis, dass die Alt-Opel IG für den Astra G sogar ein Typreferat führt, gewährt er mir dann aber doch die Einfahrt. Nach kurzer Suche entscheide ich mich für einen Stellplatz neben dem 2001er Omega B Caravan, mit dem Mattia Ferrari und sein Sohn Adam mitsamt ihren beiden Boxern aus dem Tessin angereist sind. Es folgt eine herzliche Begrüßung und dann geht es zur Anmeldung. In einem als Gastronomie genutzten Vorraum der Frauengrundhalle, der ehemaligen Kantine der Kaserne, ist die Anmeldung eingerichtet.

An mehreren U-förmig aufgestellten Tischen sorgten neben anderen Helfern Bernd Gartner und seine Frau sowie Matthias mit „oe“ für einen angenehm reibungslosen Empfang. So früh am Feiertagsmorgen ist es noch recht ruhig, die meisten Teilnehmer sind noch unterwegs nach Ebern aber nach und nach füllen sich die Anmeldung. Ines und Thorsten Kandora haben gleich nebenan ihren Clubshop aufgebaut. Auch hier herrscht schon einiger Andrang, trotzdem erstehe ich Ersatz für mein Clubpolo, sowie Aufkleber (die Transparenten gefallen mir einfach besser…) und Schlüsselanhänger.

An dieser Stelle schon mal ein großes Kompliment an die Organisation. An der Straße vor der Halle gibt es eine nebengelagerte Fahrspur und jede Menge Parkraum, dies sorgte für einen sehr entspannten Ablauf der Anmeldung. Auch die eigens für das Treffen geänderte Verkehrsführung auf dem Gelände und die freundlichen Helfer an den „Kontrollpunkten“ leisteten dazu ihren Beitrag.

Neu sind in diesem Jahr die sehr professionellen Namenskarten, die an schicken Schlüsselbändern, natürlich in Schwarz/Gelb und mit Clublogo, hängen. In der Teilnehmertasche findet man, neben dem Pin des Clubs und dem traditionellen Opel-Pin, natürlich auch das Teilnehmerschild fürs Fahrzeug und zudem ein Bordbuch für die freitägliche Ausfahrt.

Der Platz füllt sich inzwischen, noch ist das Wetter trotz des frühen Termins im Mai durchaus frühsommerlich. Bei angenehmen 25 °C trudeln nach und nach immer mehr Teilnehmer ein. Auch der angrenzende Campingplatz füllt sich. Gerhard Wintersteiger kommt mit seinem Admiral 2800 S und angehängtem Faltcaravan. Bernd und Uschi Silbernagel haben ihren Platz bereits eingenommen. Neben dem fahrbaren Domizil parkt der beige 51er Olympia Kombi mit Autenrieth Aufbau. Zurück auf dem Parkplatz laufe ich Hans-Joachim Görcke über den Weg. Sein tropicalgrünes ´97er Astra F Cabriolet ist nicht zu übersehen, das Auto hat gerade die 400.000 km-Marke geknackt und ist bis auf die modelltypischen Gilbstellen in überraschend gutem Zustand. (Mehr dazu weiter vorne bei den Leserbriefen).

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Admiral Cabriolet

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Sondermodelle: Diplomat A Coupé

und Diplomat B Cabriolet

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Nicht mehr oft anzutreffen: Corsa TR
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Erich Bitter und Heiner Schnorrenberg

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Die Bitters im Gespräch mit dem

Ehepaar Mertin

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Abgeschossen! Ben de Wilde



Insgesamt prägt eine heitere, gelassene Stimmung den Anreisetag, auch wenn die Blicke immer wieder nach oben zum Himmel gehen, da sich von Süden her langsam aber sicher eine Schlechtwetterfront aufbaut, die immer näherkommt. Vor der Halle mit der Anmeldung ist ein kleiner Biergarten eingerichtet, in dem es sich unter Bäumen angenehm plaudern lässt. Themen sind natürlich die Anreise und der Austausch von Neuigkeiten seit dem letzten Treffen, aber auch über die ungewöhnliche Örtlichkeit wird gesprochen. Alle gastronomischen Angebote – neben dem „Stad´l“ , der am Hotel ebenfalls einen Biergarten installiert hat, gibt es an der Einfahrt zum Gelände noch ein kleines Bistro – bieten regionale Snacks an, sogar das Bier und die Limonade sind aus der Region, genauer gesagt von der Göller Brauerei in Zeil am Main. „Da legen wir Franken größten Wert drauf!“ sagt Stephan Güthlein, der im Laufe des Tages in seiner Funktion als Ordnungskraft am Parkplatz, zwei Helfer zu Verstärkung zur Seite gestellt bekommen hat. Am Nachmittag nützen dann alle frommen Wünsche und Beschwörungen der Wettergötter nichts mehr: Das Gewitter kommt. Zwar weniger heftig als es die Wolkenlage vermuten ließ, aber durch den kräftigen Regen und den auffrischenden Wind, kommt das Geschehen auf dem Platz vorübergehend zum Erliegen. Gegen Abend hat das Gewitter eine deutliche Abkühlung gebracht und ist in einen ergiebigen Landregen übergegangen. Trotzdem haben sich bis zum frühen Abend rund 130 Fahrzeuge auf dem Parkplatz der Kaserne eingefunden. Darunter fünf GT´s, die gleich rechts an der Einfahrt eine kleine Rotte bilden. Zwei Keinath KC3 (Ascona C) und ein originell optimierter Keinath KC5 (Monza A2) tun es ihnen auf der linken Seite gleich. Stephan achtet darauf, dass die Teilnehmer keine bunte Reihe bilden, sondern eine gewisse Sortierung das Bild des Platzes bestimmt.

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Kapitän´54 auf dem Campinggelände

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Der Biergarten vor der

Frauengrundhalle...

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
...

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Helfer an der Einfahrt zum

Campinggelände

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Bitterfans unter sich

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

51er Olympia Kombi-

nationslieferwagen mit

Autenriethaufbau

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Blickfang: Jubilar in Rot
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Kapitän P 2,6
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Gewitter am Himmelfahrtstag

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Begrüßung am Donnerstag:

Heiner Schnorrenberg und
Heinz Dietz

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Organisator Heinz Dietz bei der

offiziellen Begrüßung

























Zur offiziellen Begrüßung finden sich am Abend rund 100 Mitglieder im Vorraum der Frauengrundhalle ein. Nach einer kurzen Willkommensrede unseres Vorsitzenden Heiner Schnorrenberg, verleiht auch Organisator Heinz Dietz seiner Freude über die rege Teilnahme Ausdruck und gibt noch ein paar Hinweise zur Organisation und zum allgemeinen Ablauf. Einige Teilnehmer wechseln nach der Begrüßung ins Stad´l, andere lassen den Himmelfahrtstag in der Halle oder auf dem Campingplatz ausklingen.


Freitag

Der Freitag beginnt mit einem kräftigen Frühstück im Casino… Pardon!...im Frühstücksraum des Hotels, gefolgt von einer kleinen Spritztour nach Ebern. Der Begriff Spritztour ist hier wörtlich zu nehmen, geht es doch hauptsächlich darum, in einer SB-Waschbox die Redaktionsfuhre vom Schmutz der Anreise und des Gewitters unter Bäumen zu befreien. Man möchte schließlich einen guten Eindruck machen, auch wenn sich das Wetter an diesem Freitag eher bedeckt hält. Der Platz hat sich bei meiner Rückkehr weiter gefüllt. Ich kann mich irren, aber

ich habe den Eindruck, dass in diesem Jahr besonders viele B Kadetten zu sehen sind. Zwischen den Fahrzeugen sieht man immer wieder Heinz Dietz, der in seiner Funktion als Organisator in einem Golfwagen über das Gelände kreuzt und nach dem Rechten sieht. Doch zurück zur Fahrzeugbestückung: Neben den erwähnten Kadett B sind auch etliche Omega A und B nach Ebern gekommen. Besonders zu erwähnen wäre hier der 377 PS starke Lotus Omega von 1990 aus dem Bestand von Opel Classic, mit dem Uwe Mertin (Leiter Opel Classic) und seine Frau angereist waren. Zwei Omega 500 Evolution rundeten den Auftritt der gehobenen (und schnellen) Opel-Mittelklasse perfekt ab. Unter die ganzen alten Opel mischte sich aber auch ein „Fremd“-Fabrikat, unser Mitglied und Classic Data Kontaktmann Marc Schaefer kam im Peugeot 404 zum Treffen. Angesichts des Umzuges der Marke Opel von General Motors zu PSA ein durchaus stimmiger Auftritt. Überhaupt sind die Übernahme durch PSA und die Zukunft der Marke Opel auf diesem Treffen immer wieder Thema.

Im Laufe des Vormittages machten sich die Teilnehmer der Ausfahrt auf die Strecke. Angeführt von Reinhard Wiens Opel Landaulet Typ 6/14 von 1909, setzt sich eine illustre Kolonne von 4 PS Wagen und vielen anderen Fahrzeugen in Bewegung. Insgesamt nehmen an den beiden Ausfahrten rund 150 Fahrzeuge teil. Reinhard hatte sich Henriette de Wilde als Beifahrerin ausleihen dürfen, natürlich ganz offiziell und mit der Zustimmung ihres Mannes Ben.

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Vier mal Keinath: KC5 und KC3
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Korrekter Sitz des Schildes an
der 54er Olympia Rekord
Cabriolimousine
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Marktplatz in Ebern mit
Bitter SC Sedan

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

Unterfränkische Idylle:

Marktplatz in Ebern am frühen
Morgen

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
90er Lotus Omega von Opel Classic
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Inspektion: Heinz Dietz im Golfcar



Die Ausfahrten sind unterschiedlich lang und sind mehrere Abkürzungen eingeplant, um auch den weniger „belastbaren“ Fahrzeugen die Möglichkeit der Teilnahme zu bieten. Insgesamt führen sie über 150 bzw. 200 km durch das Frankenland. Gotthard Schleicher hat eine abwechslungsreiche Streckenführung erarbeitet und das Bordbuch, das der Begrüßungstasche beigelegt war, schlägt viele interessante Haltepunkte und Sehenswürdigkeiten vor. Die erste Tour führt zunächst von Ebern über Eltmann nach Ebrach, wo der spektakuläre Baumwipfelpfad Steigerwald mit einer Länge von über einem Kilometer die Möglichkeit bietet, die fränkische Waldlandschaft aus einem ganz neuen Blickwinkel zu erleben. Danach geht es weiter zur Anlegestelle in Volkach. Im Zweistundentakt legt von hier aus das Fahrgastschiff „Undine“ zu einer 90-minütigen Tour ab. Alternativ besteht auch die Möglichkeit in Volkach zu bummeln oder sich die Kapelle „Maria im Weingarten“ oder die in der Mainschleife gelegene Vogelsburg zu besichtigen. Von Volkach aus geht es über Zeil am Main zurück nach Ebern. In die andere Richtung führt Tour zwei: Von Ebern aus geht es über Schesslitz und Bad Staffelstein nach Coburg. Die ehemalige Residenzstadt bietet mit der Veste Coburg und dem Schlossplatz viel Sehenswertes. Die Rückfahrt über das mittelalterliche Städtchen Sesslach, auch als „oberfränkisches Rothenburg“ bezeichnet wird, führt durch die frühsommerlich grüne Hügellandschaft des Coburger Landes.

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Abfahrt zur Ausfahrt am Freitag
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Ausfahrt am Freitag...
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
...
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
...

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
51er Kapitän Cabriolet bei

der Ausfahrt

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Direkte Linie: Olympia ´51

und 54er Cabriolimousine

Andere Teilnehmer entscheiden sich für einen Besuch im 30 km südöstlich von Ebern gelegenen Bamberg. Zusammen mit den Bitters wählt auch der Redakteur diese Option, weil ihm Coburg schon bekannt ist, er die UNESCO-Kulturerbe Stadt Bamberg aber nicht kennt. Bamberg ist an diesem Brückentag zwischen Himmelfahrt und Wochenende allerdings sehr überlaufen. Nachdem wir über eine Stunde mit der Suche eines Parkplatzes verbringen, entscheiden wir uns dafür, Bamberg wieder zu verlassen und uns in einem der romantischen Örtchen auf Strecke zurück nach Ebern einen Landgasthof zu suchen. Fündig werden wir in Memmelsdorf im Brauereigasthof „Drei Kronen“. Nach einem guten Mittagessen fahren wir dann zurück nach Ebern, wo sich auf dem Platz inzwischen wieder einige interessante Opel eingefunden haben. Drei der vier gebauten Diplomat B Cabriolets von Fissore geben sich die Ehre und die Zahl der GT hat sich zwischenzeitlich verdoppelt. Nach und nach trudeln die Teilnehmer der Ausfahrten wieder ein.

Am Freitagabend findet im Vorraum der Frauengrundhalle der traditionelle Typgruppenabend statt. Hier haben sich unter anderem die Typgruppen 1,0 -1,8 Liter, Kapitän P 2,5/2,6 und Kadett C zu Benzingesprächen und zum Erfahrungsaustausch versammelt. Die Typgruppe Rekord PI und PII zog es, genau wie die 4 PS Freunde und die Typgruppe Opel GT, trotz des etwas kühlen Abends, nach draußen in den Biergarten vor der Halle.

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Typgruppenabend am

Freitag...

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018

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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018Samstag

Samstag früh - Zeit der Jäger und Sammler! Der Aufbau der samstäglichen Teilebörse beginnt schon im Frühdunst, Alain und Philippe Camus haben ihren Stand bereits aufgebaut, Axel Kupetz bringt seine Modelle und Prospekte in Position und Gerhard Streibel hat mit dem herrlich patinierten Blitz einen echten Hingucker auf der Ladefläche. Nach dem Frühstück ist die Wiese zwischen der Frauengrundhalle und dem Parkplatz gut gefüllt mit Ständen, und immer mehr Besuchern. Wie immer findet man hier (fast) alles, ob Stoßdämpfer für die KAD A Reihe, über Rücklichter und Karosserieteile für Rekord C, bis hin zu Weingläsern mit eingeschliffenem Opel Blitz. Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018Unser Markenhaus hat dieses Mal einen Outletstand nach Ebern entsandt, der Jacken, T-Shirts und andere „Devotionalien“ der neueren Firmen- und Modellgeschichte für kleines Geld anbietet, was einige Teilnehmer zu Großeinkäufen verführt. Der 500er-Box Büroklammern aus Edelstahl mit Opel Blitz auf schwarzem Grund konnte ich nicht widerstehen. Meine Suche nach einem Astra G Cabriolet Modell im Maßstab 1:43 in Schwarz war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Es gibt die Dinger schlichtweg nur in Silber und in Rot! Es wurde dann ein silbernes, mit der Option, das Modell an einem langen Winterabend mal auseinanderzunehmen und einer Airbrush-Behandlung zu unterziehen.

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Teilemarkt bei schönstem

Sommerwetter...

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
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Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Blitz im Huckepack
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Markentreues Trinken:
Gläser mit Blitz

Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Keine Trophäe: Udo Feck mit

Zusatzlampen-Halterung für
Bernd Radau




Dieter Budke war erfolgreicher: Er konnte ein originales handgenähtes Keinath Lederlenkrad zum Freundschaftspreis erstehen. Natürlich wurde es gleich eingebaut! Zusammenfassend kann man sagen, dass der diesjährige Teilemarkt auch durch seine Lage zwischen den beiden „Hotspots“ des Veranstaltungsgeländes und die Trennung von Teilemarkt und Parkplatz ein voller Erfolg war. Überhaupt bekam das Treffen gerade am Samstag die in der Überschrift zu diesem Bericht angedeutete entspannte und gelassene Atmosphäre. Dass das Wetter mit blauem Himmel und 26 °C mitspielte, trug, neben der sehr positiven und ausführlichen Berichterstattung der lokalen Presse im Vorfeld und während des Treffens, sicherlich auch zu den hohen Besucherzahlen bei. Die vielen einheimischen Besucher und Autofans aus dem Umland lassen die Stimmung auf dem ehemaligen Kasernengelände vor allem am Nachmittag fast der eines Volksfestes gleichen. Ich nutze die Zeit, um mit der Kamera über den Parkplatz und den Campingbereich – der übrigens eigens für unser Treffen erst wenige Tage vorher geräumt und planiert wurde – zu streunen und die Atmosphäre einzufangen.

Gegen Abend sammeln sich die Teilnehmer dann in der Frauengrundhalle. Die Organisatoren hatten hier Platz für 410 Personen geschaffen. Unglücklicherweise gab es rund 40 Nachmeldungen und Nachbestellungen, sodass die Plätze nicht ausreichten und im Bereich der Wandelgänge vor der Halle noch einige Bierzeltgarnituren aufgestellt werden mussten. Die hohe Zahl der Nachmeldungen war in diesem Jahr grundsätzlich eine Herausforderung für das Orgateam. Allein zwischen Ende April und dem Tag vor dem Treffen trudelten noch etliche Meldungen ein, davon die besagten vierzig erst in den letzten sechs Tagen.

Trotz der sehr vollen Halle ist die Stimmung bestens. Die Schlangen vor der Essens- und Getränkeausgabe erinnern noch mal an die militärische Vergangenheit der Halle, sind aber, wenn fast 500 Personen gleichzeitig essen möchten nicht zu vermeiden; das war auch bei den vergangenen Treffen nicht anders. Diszipliniert Anstehen können wir daher. Die Spargelsuppe mit Lachs, das Schweineschäufle mit Kümmelsauce, Kraut und Klößen und auch bayrische Creme sind vorzüglich und auch die anderen Gerichte sehen sehr appetitlich aus. Ich lerne, dass ein kleines Bier „Schnitt“ heißt und man es eigentlich nur bekommt, wenn man vorher ein großes Bier hatte. Hatte ich nicht, aber ausnahmsweise bekomme ich trotzdem ein kleines, schließlich muss ich noch arbeiten!


Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Organisatoren
Gotthard Schleicher und
Heinz Dietz
bedanken sich
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Heinz Dietz und Eberns
1. Bürgermeister
Jürgen Hennemann
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Uwe Mertin, Leiter Opel Classic
Alt-Opel Jahrestreffen in Ebern 2018
Frank Rusch und Jörg
Brüggemann stellen das nächste
Treffen 2019 in Görlitz vor

Unser Vorstand Heiner Schnorrenberg entert nach dem Essen die Bühne und spricht noch mal allen Teilnehmern und den Organisatoren seinen Dank aus, danach bittet er Opel Classic Chef Uwe Mertin auf die Bühne. Neben den Grüßen des Mutterhauses, geht er auch auf die aktuelle Situation bei Opel ein und betont die positiven Aussichten für die zukünftige Zusammenarbeit mit der Alt Opel IG, und auch die für Zukunft von Opel Classic. Es folgt Erich Bitter mit einer (sehr) knappen aber gut gelaunten Danksagung. Organisator Heinz Dietz hält ebenfalls eine kleine Rede, in der er noch mal auf die hohe Zahl der Nachmeldungen und die damit verbundenen Probleme eingeht, aber auch die gute Zusammenarbeit mit Matthias W. Goebel lobt. Auch seinem Co- Organisator Gotthard Schleicher wird gedankt. Der nächste Redner ist Eberns 1. Bürgermeister Jürgen Hennemann, der sich zunächst für seine Verspätung entschuldigt. Er wurde beim Jubiläum des Vereins der Fleisch und Wurstfreunde Ebern aufgehalten. Auch der Bürgermeister dankt den Teilnehmern, erwähnt die fast zwei Jahre Planung und lobt die gelungene Veranstaltung. Dann geht er auf die Schwierigkeiten ein, die die Stadt Ebern nach dem Anzug der Soldaten mit dem Kasernengelände hatte. Die neue Verwendung durch die Ansiedlung von Start-up-Unternehmen, sozialen Einrichtungen und die Nutzung als Ort für Veranstaltungen wie das Jahrestreffen der Alt Opel IG, hat sich als gute Entscheidung herausgestellt. Außerdem verweist er auf die Aktivitäten Eberns besonders im Bereich Oldtimerveranstaltungen. Getreu seinem Motto: „Wenn man nichts losmacht, dann ist nichts los!“, sollen diese erfreulicherweise auch in Zukunft ein fester Bestandteil im Veranstaltungsportfolio der Stadt Ebern werden.

Zahlen und Fakten zum Jahrestreffen 2018

Organisator Heinz Dietz war so nett und hat für uns
die Zahlen zusammengestellt:


Teilnehmer (bis 20.04. gemeldete und bezahlte
Teilnehmer)
357 Fahrer mit Fahrzeug
262 Beifahrer
20 zusätzliche Beifahrer
40 Kinder
Nachmeldungen: 59 Nachmeldungen zwischen
20.04. und 09.05.2018
Anteil der Camper:
84 Camper (Wohnmobil + Wohnwagen)
22 Zelte
An den von Gotthard Schleicher geplanten 2 Ausfahrten
nahmen etwa 150 Fahrzeuge teil.

Dann wird es spannend! Wo findet das Treffen 2019 statt? Schon in den ganzen letzten Tagen, wurde immer mal über Görlitz als Austragungsort spekuliert. Wer darauf gewettet hätte, hätte richtiggelegen! Jörg Brüggemann und Frank Rusch präsentieren die noch junge Planung für das Treffen im nächsten Jahr (Erste Einzelheiten dazu hat Frank Rusch im Anschluss an diesem Bericht zusammengefasst). Görlitz/Zgorzelec liegt direkt an der deutsch polnischen Grenze und ist dank geringer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und der dadurch erhalten gebliebenen - und nach der Wende liebevoll restaurierten – historischen Bausubstanz, sicher eine schöne Kulisse für unser Treffen.

Natürlich darf auch die Übergabe des Organisatoren-Preises nicht fehlen. Alain und Philippe Camus, Organisator des Treffens 2017 in Eggenfelden, übergeben den Kolben an Heinz Dietz. Nach dem traditionellen Gruppenfoto der Organisatoren und Helfer, geht es dann zum gemütlichen Teil des Abends über. Einige Teilnehmer bleiben in der Halle, andere wechseln in den „Stad´l“ um den Abend ausklingen zu lassen. Es gibt auch einige wenige Teilnehmer, die dem Rückreiseverkehr nach dem langen Wochenende entgehen wollen und noch am Samstagabend dem Heimweg antreten.

Sonntag

Die meisten Mitglieder haben die Rückfahrt jedoch für den Sonntag geplant. Da es für Einige doch ein weiter Weg nach Hause ist, herrscht im Frühstücksraum des Hotels und auf dem Campingplatz schon sehr früh rege Geschäftigkeit. Zusammen mit Wolfgang Krapp und Stefan Müller nutze ich noch spontan die Gelegenheit, das im Keller des Hotels eingerichtete Bundeswehrmuseum zu besuchen. Ich selber habe ja nicht „gedient“, aber für meine Begleiter ist der größte Teil der Exponate sehr vertraut. Als ich nach vielen Verabschiedungen und Grüßen am späten Vormittag die Rückfahrt antrete, sehe ich im Rückspiegel den Lotus Omega. Bis zur Autobahn bleibt er dort, dann überholt er mich und verschwindet.

Das war Ebern 2018! Was bleibt, ist die Zufriedenheit die einen nach einigen sehr angenehm verbrachten Tagen erfasst. Also bis zum nächsten Jahr in Görlitz!


Matthias M. Göbel *4352

Fotos: Ben de Wilde, Dieter Budke, Rudolf Hein, Bernhard Osthoff, Matthias M. Göbel


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Alt-Opel Jahrestreffen in Görlitz 2019Görlitz/Zgorzelec 2018 – Jahrestreffen im Dreiländereck Deutschland/Polen/Tschechien

„Da sind wir wieder!“, so begann Jörg Brüggemann unsere Einladung zum nächsten Jahrestreffen, die wir am Festabend beim diesjährigen Jahrestreffen in Ebern ausgesprochen haben. Nachdem wir zuletzt 2011 gemeinsam das Jahrestreffen in Ilsede organisiert haben, wollen wir erneut ein Jahrestreffen in historischer Kulisse ausrichten.

2019 treffen wir uns da, wo in Deutschland die Sonne zuerst aufgeht. Es geht in die Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Bereits 1989 begann die Annäherung der beiden Teile der Doppelstadt mit der Unterzeichnung der Gründungserklärung einer gemeinsamen Europastadt mit der Absicht, die Wirtschaftspolitik und die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technologietransfer und Verwaltung abzustimmen. Das deutlichste Zeichen der Verbundenheit ist die Neiße-Fußgängerbrücke in der Altstadt. Sie bietet die Gelegenheit, innerhalb eines Spaziergangs in einer Stadt in zwei Ländern unterwegs zu sein. Auf polnischer Seite sind Gäste immer gern gesehen, viele Zgorzelecer sprechen hervorragend Deutsch.


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Görlitz
Alt-Opel Jahrestreffen in Görlitz 2019
Das Veranstaltungsgelände von oben
Alt-Opel Jahrestreffen in Görlitz 2019
Görlitz

Wirtschaftlich ist Görlitz traditionell ein Standort für den Maschinen- und Anlagenbau sowie den Fahrzeugbau. Bombardier und Siemens gehören zu den größten Arbeitgebern. Aber auch viele andere Unternehmen produzieren in Görlitz, u. a. Birkenstock-Schuhe. Ungewöhnlich: Die Citronex-Gruppe in Zgorzelec ist eines der größten europäischen Zentren für Bananenvertrieb.




Das historische Stadtbild von Görlitz zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Deutschlands, da Görlitz im Zweiten Weltkrieg mit Ausnahme einer Brücke kaum zerstört wurde. Görlitz gilt mit rund 4.000 Baudenkmälern als größtes Flächendenkmal Deutschlands.

Kein Wunder also, dass Görlitz seit den 1950er Jahren als Filmkulisse beliebt ist. Seitdem sind in Görlitz mehr als 100 Filmproduktionen entstanden, bei denen Görlitz als Double für Paris, Straßburg, Venedig, Heidelberg, Dresden, München u. v. m. diente. Viele Hollywood-Produzenten haben hier gedreht, sodass man sich inzwischen den Spitznamen „Görliwood“ hat schützen lassen.

Zu den Baudenkmälern gehört auch die Landskron-Braumanufaktur, ein Kleinod, das zwei Weltkriege und 40 Jahre DDR überstand. Hier wird Bier mit handwerklicher Braukunst mit offener, handgeführter Gärung in metertiefen Gewölbekellern gebraut. Unter dem Stichwort KULTurBrauerei ist die Landskron-Brauerei Veranstaltungsort für Events, Konzerte und Theater. Das Gelände wird traditionell von der Niederschlesischen Oldtimerrallye angefahren. Wir freuen uns, die Landskron-Brauerei als Partner für unser Jahrestreffen 2019 gefunden zu haben. Unsere Alt-Opel können das komplette Areal nutzen und zwischen den historischen Gebäuden parken. Eine eigene Festhalle steht für unseren Festabend zur Verfügung, für Besucher gibt es einen separaten Parkplatz.

Für Görlitz solltet Ihr euch – nicht wegen der teilweise längeren Anreise - ruhig ein wenig Zeit nehmen. Ein paar Tage Urlaub bieten sich an. Das touristische Angebot der Neißestadt und der Umgebung im Dreiländereck bietet viele Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten (bis hin zu Dresden, Breslau und Prag). In Görlitz/Zgorzelec werden wir sicher ereignisreiche Stunden erleben. Danach träumt es sich in den Görlitzer Betten ganz besonders gut, so lautet zumindest die Empfehlung des Tourismusbüros. Ihr habt die Wahl: vom romantischen Ambiente im Herzen der Altstadt über noble Jugendstilwohnungen in Fabrikantenvillen und Ferienwohnungen in ehemaligen historischen Gewerberäumen bis zu Pilgerherbergen – Möglichkeiten zum Übernachten

finden sich ausreichend und für jeden Komfortanspruch. Dies gilt nicht nur für Görlitz, sondern auch für Zgorzelec und die Umgebung. An dieser Stelle empfehlen wir eine frühzeitige Buchung. Görlitz/Zgorzelec ist beliebt und daher sind viele Unterkünfte an solchen Wochenenden auch von anderen Besuchern stark gefragt. Wir arbeiten an einer Hotelliste, die wir Kürze auf der Homepage veröffentlichen wollen. Es gibt in Görlitz nur einen sehr kleinen Campingplatz. Für unsere Camper ist angedacht, dass wir einen eigenen Campingplatz in der Nähe zum Veranstaltungsgelände (knapp 4 km) errichten, und zwar auf der Festwiese, die auch ihrem Namen gerecht wird. Das gesamte Campinggelände besteht aus einer Rasenfläche.

Durch seine Lage bietet sich Görlitz/Zgorzelec als Ausgangspunkt für Tagestouren in die benachbarten Länder an. Besuche in Polen bedürfen nur der Neißeüberquerung, die tschechische Grenze ist keine 20 km entfernt. Wir planen daher wieder ein touristisches Angebot (Bus-Tour) als Alternative zum Teilemarkt und ausgearbeitete Ausfahrten für den Freitag. Daneben bietet das Stadtmarketing der Europastadt zahlreiche Führungen, Rundgänge und Veranstaltungen an.

Vonseiten des Orgateams freuen wir uns, liebe Alt-Opel-Freunde, dass wir unser Jahrestreffen 2019 auch räumlich als internationales Treffen gestalten können. Noch mehr freuen wir uns auf Eure zahlreiche Teilnahme. Ihr seid herzlich eingeladen.


Für das Orgateam

Frank Rusch *3102

Logos/Fotos:

www.landskron.de/downloads

www.goerlitz.de/presseservice.html


Links

-          www.goerlitz.de/Tourismus.html

-          http://www.goerlitz-tourismus.de/

-          http://www.zgorzelec.eu (auch deutschsprachig)

-          www.landskron.de/braumanufaktur

-          http://www.goerlitz-filmstadt.de/

Entfernungen

-          Grenze PL 0 km

-          Grenze CZ 17 km

-          Naturpark Zittauer Gebirge 34 km

-          Bautzen 53 km

-          Neißeland und Bad Muskau 54 km

-          Hirschberger Tal (PL) 71 km

-          Dresden 112 km

-          Prag (CZ) 166 km

-          Breslau (PL) 167 km


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Alt-Opel / OCCF - Treffen in Colmar 201830 Jahre Opel Classic Club de France

Das Jubiläum wurde am 14-15 April im Raum Colmar gebührend gefeiert

Das Treffen in Colmar ist bereits zur Tradition gewachsen. Der vom dynamischen Präsident Sylvain Aufrère geführte Opel Classic Club de France (OCCF) – der mit seinen 130 Mitgliedern (mit ca. 500 alten Opel) nun zur grossen Alt-Opel-IG Familie gehört – ist der Opel-Verein in Frankreich der sich einen sehr guten (und verdienten) Namen in der Europäischen Opel-Szene gemacht hat. Zum dritten Mal wurde das Treffen von OCCF in Colmar organisiert und das konnten Adam und ich nicht verfehlen. Die schöne Stadt im Elsass, Carrefour de l’Europe genannt, ist leicht für alle erreichbar: Selbstverständlich von Frankreich aber genauso gut von Deutschland, Belgien, Holland, Luxembourg und von der Schweiz. Das bringt uns Opelaner alle näher zusammen.

Diesmal war der Anlass gleichzeitig Gelegenheit, das 30. Jubiläum zu feiern. Der OCCF wurde 1988 von Christian Boulard im Raum Paris gegründet. Anfangs waren 3 Mitglieder präsent; davon sind heute noch 2 dabei. Der heutige Vorstand wird ausser von Sylvain (Präsident) auch von Arnaud Mazet (Vizepräsident), Didier und Nathalie Goudin (Kassenführung), Delphine Aufrère (Sekretärin) und Arnaud Cagny, Joël Clorennec, Gérard Augagneur zusammengestellt. Der französische Club wird übrigens von Opel France geschätzt und unterstützt, was sehr erfreulich ist.


Alt-Opel / OCCF - Treffen in Colmar 2018

der strahlende Präsident des OCCF

Sylvain Aufrère

Die Teilnehmer aus vier Ländern haben sich diesmal zuerst in Colmar bei der Opel-Vertretung Sama der Gruppe Andreani getroffen, die alle Teilnehmer sehr freundlich und grosszügig empfangen hat. Das Programm sah die Weiterfahrt zur idyllischen Lokalität namens Keysersberg. Diese kleine Stadt schaut auf eine historisch relevante Vergangenheit zurück. Sie war von strategischer Bedeutung während des Deutsch-Französichen Krieges – das 48 Jahre dauerte – und wurde dann nach dem ersten Weltkrieg von Deutschland annektiert. Die runde hohe Festung steht als Denkmal dieser bedeutenden Position. In Keysersberg ist der Nobelpreisträger Dr. Albert Schweitzer 1875 geboren. Die Stadt hat ihm ein Museum gewidmet. Heute ist das Städtchen als eines der besten Weibaugebiete im Elsass bekannt und von vielen Touristen besucht. Übrigens: Eine gute Flasche Pinot Gris erhielt jeder Teilnehmer. Danke!

Alt-Opel / OCCF - Treffen in Colmar 2018Alt-Opel / OCCF - Treffen in Colmar 2018

Die Fahrt von Colmar nach Keysersberg wurde nach den verschiedenen Opel-Modellen ausgelegt. Mit unserer „grande routière“ (wir waren diesmal mit dem Commodore C unterwegs) konnten wir eine wunderschöne Strecke mitten im Wald und durch schöne Dörfer fahren die von sich allein ein Erlebnis war. Adam und ich hatten den Eindruck, dass diese Strecke etwas Bedeutendes in sich hatte. Ich hätte mich hier nur zu gerne am Steuer unseres Insignia Sports Tourer opc gesehen. Tatsächlich haben wir später erfahren, dass hier das Bergrennen „Turckheim 3 Epis“ ausgetragen wurde. Mit 325 PS (anstatt mit den 130 des Commo 2.5 E) wäre diese schöne Strecke eindeutig spannender gewesen. Bergauf bergab, einmal am Ziel angelangt wurden die Fahrzeuge dank der enthusiastischer Unterstützung der Gemeinde in einer prächtigen Kulisse mitten im historischen Städtchen ausgestellt: Eine einmalige Präsentation die die Wagen hervorragend zur Geltung gebracht hat. Umso mehr weil sie durch die neuesten Opel-Modelle diskret und doch wirksam begleitet wurden. Volltreffer von Sylvain, Bravo! Eine bessere Kulisse hätte der Club nicht gefunden: Sylvain träumte seit Jahren in Keysersberg, im gekürten schönsten Dorf Frankreichs, einmal das Treffen austragen zu dürfen. Die Zeitung „L’Alsace“ hat den Anlass in der Ausgabe von Sonntag gut präsentiert.

Alt-Opel / OCCF - Treffen in Colmar 2018Alt-Opel / OCCF - Treffen in Colmar 2018Alt-Opel / OCCF - Treffen in Colmar 2018

Sylvain ist ja gut vernetzt und er hat auch den berühmten Journalist Jean-Pierre Hossann als Reporter für den Anlass kontaktiert. In der Zeitschrift „La vie de l’auto“ hat dieser eine grosse Reportage über das Treffen geschrieben. Er begleitete die Teilnehmer den ganzen Tag lang und viele von uns wurden interviewt. Der Anlass war schon im voraus in „La vie de l’auto“ angepriesen. Da hat der OCCF ausgezeichnete Öffentlichkeitsarbeit geleistet.

Am Abend vor dem Abendessen (das wie am Mittag in einem wunderschönen Saal des Restaurants Lion d’or serviert wurde) sammelten sich die Teilnehmer beim Amphitheater wo jede Equipe grosszügiger Weise einen Preis erhielt, zum Teil von der Vereinigung der hiesigen Geschäftsleuten gesponsert. Und da kann ich eine kleine amüsante Anekdote erzählen. Vor einem kleinen Käsehandelsgeschäft auf der Hauptrasse stand der ganze Tag entlang ein junger Mann der eine Kostprobe anbot. Mir tat er leid weil viele Leute sein Angebot ignorierten. Da habe ich zu Adam gesagt: Nebst Schokolade, Biskuits, Wein, Nougat und Senf (alle ausgezeichneten Produkte dieser Gegend) könnten wir doch auch ein Stück Käse kaufen. Gesagt, getan. Als Adam zurückkehrte war er verstört. Sage und schreibe 89.50/Kilo Euro kostete der Käse! Gut ist er schon. Nun wird er bei uns im Tresor aufbewahrt!! Über diesen teuren Kauf haben wir noch daheim lachen müssen.

Am Sonntag konnten die Teilnehmer eine andere Sehenswürdigkeit bewundern: Schloss Haut-Koenigsbourg.

Adam und ich haben die gute Organisation sowie die angebotene Route sehr geschätzt. Der Commodore C hat alle seine Vorteile als „grande routière“ bewiesen. Aber das ist eine Selbstverständlichkeit.

Ein schönes entspanntes Treffen haben wir in Colmar und Umgebung erlebt. 65 Wagen aus vier Ländern (einer sogar aus Österreich) waren präsent. Der älteste Wagen kam aus Deutschland: Es war der schöne Oly Rekord 53 von Olaf Trapp, meisterhaft gefahren von seiner Frau. Der grösste der Diplomat A von Dani Gilliéron, der sportliche der Rallye-Kadett B von Michael Müller, wunderschön in seinem Originalzustand, der auf der Bergstrecke seine Fähigkeiten darlegen konnte. Die französischen Freunde des OCCF konnten eine breite Palette von schönen betagten Opel präsentieren: vom Kapitän PL mit Schiebedach bis zum Manta B und einige GT die selber ihr 50ste Jubiläum feierten.

Wir warten gerne auf die vierte Auslage die in 2 Jahren stattfinden wird. Wir danken Sylvain und seiner Crew für die ausgezeichnete Organisation und für den sehr netten Empfang.

Mattia Ferrari *782

 

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Alt-Opel Liebeserklärung P2Eine Liebeserklärung an mein Baby

„Mein Baby gehört zu mir!“ - das stellte Patrick Swayze in seiner Rolle als Johnny Castle in Dirty Dancing bereits 1987 fest. Und ja, so ist es auch bei mir. Nur dass ich mit „Baby“ nicht meinen Freund, sondern mein Auto betitle.

Normalerweise steht mein Wagen bei meinen Eltern am Niederrhein, gut behütet inklusive regelmäßiger Wartung in einer Garage (Danke Rolo!) und wird im Sommer hier und da auch mal ausgeführt (Danke Mama!). Ich selbst wohne aktuell in Hessen und fahre den Wagen nur zu Oldtimertreffen. So auch zum diesjährigen Jahrestreffen nach Ebern. Meine Eltern haben mir meinen Wagen am Wochenende vorher vorbei gebracht und jetzt steht er bei uns im Hof. Voller Vorfreude warte ich darauf, am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt meine Reise nach Ebern mit meinem Baby zu starten.

Mein Baby, ein Opel Rekord P2 Coupé in laplatasilber mit safarigrünem Dach – ja, wenn mich jemand fragt, welche Farbe mein Wagen hat, kommt diese Antwort und führt das ein oder andere mal zu einem Schmunzeln bei meinem Gegenüber. Oft ergibt sich in Gesprächen, dass ich einen Oldtimer fahre. Das finden viele Leute toll, sind dann aber doch sehr überrascht, wenn ich das Baujahr nenne – 1962 und somit ganze 31 Jahre älter als ich. Ja, der Wagen hat kein ABS, keine Airbags, keine Gurte. Aber er bietet einiges mehr.

Er bietet tatsächlich den perfekten Rundumblick – weshalb sich auf so manchen technischen Schnickschnack verzichten lässt. Und bei einer gemütlichen Reisegeschwindigkeit von 110 km/h komme ich zwar etwas später, aber dafür entspannt und glücklich am Reiseziel an. In der Innenstadt kann man mit Neuwagen getrost mithalten, fährt dafür jedoch viel freier. So empfinde ich es zumindest. Ich liebe die Sitze, das große Lenkrad und den vielen Chrom im Auto, der beim Fahren so schön glänzt. Ich liebe den Tacho, welcher mir farblich angepasst ein Gefühl von Schnelligkeit vermittelt – von grün über orange zu rot. Ich liebe es, dass es keinen Tageskilometerzähler gibt und dass ich dafür einen externen Kilometerzähler am Armaturenbrett befestigt habe, auf welchem ich den Kilometerstand beim letzten Tanken einstelle. Und ja, die gehäkelte Nelke im Blumenhalter am Handschuhfach gehört auch einfach dazu!

Ich liebe die Panoramascheibe, die Dachform und die Tatsache, dass dieser Wagen noch Stoßstangen und Kotflügel hat. Man erkennt ihn von weitem, es ist sofort klar, dass es sich um einen Opel handelt, auch wenn man das Modell nicht kennt – er hat so viel mehr Charakter als ein Neuwagen.

Alt-Opel Liebeserklärung P2
Bereit für den Skiurlaub

Alt-Opel Liebeserklärung P2
Natürlich mit Fenster-

kurbeln

Als ich die Tage abends von Bekannten nach Hause gefahren bin, in der blauen Stunde durch den Abend, sah ich viele bewundernde Blicke. Die Leute in den Cafés drehen sich zu mir um, wenn ich an der Ampel stehe, der Radfahrer zeigt mir ein Daumen-hoch und mancher schaut mir einfach nur stumm hinterher.

Es mag nicht für jeden verständlich sein, dass man solch ein Hobby hat, aber es bereitet vielen Menschen Freude und es macht mich glücklich, mit meinem Baby durch die Straßen zu cruisen. Und wenn wir so andere Menschen noch zum Lächeln bringen, ist das die Kirsche auf der Sahnehaube.

Jennifer Panz *4108

 

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Nicht mehr besonders amsehnlich

Rolfis Bastelstunde

Wer kennt das nicht, die Kunstleder Schaltsäcke der in die Jahre gekommenen Corsas, Astras und Co. sind extrem unansehnlich oder gar kaputt. Zeit also für Abhilfe zu schaffen. Aus welchem Material der neue Schaltsack derweil bestehen soll, ist eigentlich zweitrangig. Hauptsache der Neue wird passgenau.

Bei mir gährte der Wunsch nach einem neuen Schaltsack schon seit einiger Zeit, hatten doch die knapp 330000 Kilometer extreme Spuren an dem besagten Schaltsack hinterlassen. Nachdem ich nun zu Weihnachten letzten Jahres eine Innenausstattung aus Leder in meinem kleinen Diesel montiert hatte, sagte selbst meine Frau, dass der Schaltsack ein Schandfleck ist.

Da musste also was passieren. Aus diversen Schlacht-Corsa hatte ich da noch zwei der Säcke irgendwo im Lager. Gesucht, gefunden. Nur sahen die zwar etwas besser aus, aber perfekt ist anders. So etwas wollte ich dann doch nicht mehr einbauen, zumal ich ja eigentlich Leder haben wollte.

Also habe ich einen der Schaltsäcke in seine Bestandteile zerlegt. Dazu werden zunächst die Heftklammern am Plastikkranz entfernt. Der eigentliche Sack besteht aus vier unterschiedlichen Stofflappen. Zur besseren Merkbarkeit wie das Ganze nachher wieder zusammen gehört, wurden die Stoffteile nummeriert und ebenso der Plastikkranz. Damit nun die einzelnen Teile auf das neue Leder übertragen werden können, ist noch ein wenig Fleißarbeit nötig. Die alten Fäden der Naht müssen aufgetrennt und vollständig entfernt werden. Dies klappt am besten mit einem kleinen scharfen Seitenschneider. Die Stofflappen dürfen dabei nicht beschädigt werden, denn die werden ja als Schablonen benötigt. Es empfiehlt sich, die so vorbereiteten Stofflappen für einige Zeit zwischen zwei schwere Bücher zu legen, damit sich der Knick an der Naht etwas auslegen kann. Im nächsten Schritt werden die Stoffteile mittels Sprühkleber auf eine nicht zu dicke aber dennoch feste Pappe geklebt und ausgeschnitten. Man sollte jedoch beim Umgang mit dem Kleber Einweghandschuhe tragen, es hat Tage gedauert, bis meine Finger wieder sauber waren ...

Vor dem Übertragen der Schablonen auf das Zielmaterial müssen diese nochmals für einige Zeit zwischen die Bücher, damit der Kleber ordentlich abbinden kann. Ich selbst habe übrigens alte Laminatbretter genommen, die ich noch liegen hatte.


02_die_teile_werden_numeriert_265
Die Teile werden nummeriert
03_die_klammern_entfernen_265
Die Klammern entfernen
04_getrennt_265
Getrennt

05_die_fertigen_schablonen_auf_dem_angezeichnetem_leder_265

Die fertigen Schablonenauf dem an-

gezeichneten Leder

Nun kann das Zielmaterial, bei mir Leder, angezeichnet und ausgeschnitten werden. Die so gewonnenen Rohlinge habe ich dann, Asche über mein Haupt, aber ich kann nicht nähen, zu meiner bevorzugten Schneiderin in unserem Dorf, nebst Musterschaltsack und Plastikkranz, gebracht.

Ein paar Tagen später hatte die gute Annette super saubere und passgenaue Arbeit geleistet. Hierfür noch mal meinen verbindlichsten Dank. Die beiden neuen Schaltsäcke, ja mein zweiter Corsa bekommt auch einen, der aber mit türkisfarbenen Nähten, sehen besser aus als Original.

Als Nächstes muss nun der Kabelbinder für die obere Befestigung am Schaltknauf eingezogen werden. Das hatte ich mir irgendwie leichter vorgestellt. Eine Dreiviertelstunde später habe ich das Vorhaben entnervt aufgegeben. Nachahmern sei an dieser Stelle empfohlen den Kabelbinder gleich mit einzunähen. Aber Aufgeben gilt nicht, eine Lösung muss her, und zwar in Form von Elektrokabeln. Man nehme eine Ader NYM 1,5 mm² und siehe da die lässt sich, wenn auch schwer, durch schieben. Nur eignet sich das NYM nicht zur Befestigung. Hierfür habe ich dann an das NYM die vier Adern eines Telefonkabels angelötet und nach gezogen.

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Fertig genähter Sack

07_farbakzent_in_trkis_passend_zum_corsa_b_joy_265
Farbakzent in Türkis,

passend zum Corsa B Joy

08_fertiger_schaltsack_mit_nym_265
Fertiger Schaltsack mit NYM
09_setzen_der_heftklammern_265

Setzen der Heftklammern
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"Wertiges" Resultat

Die nächste zu lösende Aufgabe ist, das Leder an dem Plastikkranz anzuheften. Versuche mit einem Bürohefter schlugen fehl, weil der Hefter für das Plastik nicht kräftig genug ist. Also musste der Bosch Folientacker ran, nur dass der keine Gegenplatte hat. Auch hierfür konnte eine Lösung gefunden werden. Man nehme ein Stück alte Holzleiste und lege diese unter das Plastik. Nach dem Heften wird die Leiste wieder von den Enden der Heftnadeln abgezogen und die Enden dann mit einer Flachzange einfach umgebogen. So weit so gut. Das aufgearbeitete Ersatzteil ist zum Einbau bereit.

Die letzte Herausforderung sollte das Überziehen über den Schaltknauf sein. Obwohl Annette das Loch dafür exakt gleich groß wie das Muster gemacht hatte, wollte der Sack einfach nicht über den Schaltknauf flutschen. Das Leder ist einfach nicht so dehnbar wie das originale Material. Aber ich sagte es ja bereits, aufgeben ist was für Feiglinge und so rutschte der Sack nach viel kräftiger Überzeugungsarbeit und ebenso viel Vaseline nach einer gefühlten Ewigkeit über die Kugel. Der Rest ist dann recht einfach. Mit den Kupferdrähten wird der obere Teil des Sacks in der dafür vorgesehenen Kerbe fixiert und unten der Plastikkranz eingeklinkt.

Et voilà, fertisch ist der neue Schaltsack, so sieht doch der kleine Corsa gleich viel ‚wertiger‘ aus.

Rolf Neumann *3991

 

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